Gero Storjohann bei H.O.Persiehl in Norderstedt

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(vlnr) Der Bundestagsabgeordnete Gero Storjohann, Tobacco Packaging General Manager Oliver Schüler (H.O.Persiehl), Ruth Weidler (Vorsitzende der CDU Norderstedt) und John-Moritz Persiehl vor der Baustelle vom Hochregallager.

 

Diskussion um Verpackungen: Gero Storjohann (links) und John-Moritz Persiehl

Diskussion um Verpackungen: Gero Storjohann (links) und John-Moritz Persiehl

Norderstedt – Neue  Erkenntnisse gewann der Bundestagsabgeordnete Gero Storjohann (CDU) bei seinem Besuch der ansässigen H.O.Persiehl GmbH am Schützenwall in Norderstedt, eines der führenden Unternehmen in der Herstellung von Faltschachtelzuschnitten und Faltschachteln. Es beliefert viele Branchen mit innovativen Verpackungslösungen, darunter auch die Tabakindustrie. Begleitet wurde Storjohann von Ruth Weidler, der CDU Vorsitzenden in Norderstedt.

 Geschäftsführer John-Moritz Persiehl zeigte sich besorgt über die Vorschläge für standardisierte Verpackungen, die für die Tabakproduktrichtlinie aktuell diskutiert wird.

 Nach Meinung von John-Moritz Persiehl und der European Carton Makers Association (ECMA) / Fachverband Faltschachtel-Industrie (FFI)  läuft die Einführung gleicher und standardisierter Verpackungen den eigentlichen gesundheitspolitischen Zielen der Europäischen Kommission zuwider. Denn diese Verpackungen werden es wesentlich leichter und preisgünstiger machen, Produkte zu fälschen. „Die Vielfalt der Tabakverpackungen ist die erste und beste Verteidigungslinie gegen Produktpiraterie. Es sind gerade die Spitzentechnologien im Druck, die gesteigerten Designmerkmale und die permanente Verbesserung des Verpackungsdesigns, die substantielle und teure Hemmnisse für Produktpiraterie darstellen. Maßnahmen, die zu einer Standardisierung der Verpackungen führen und diese Vielfalt reduzieren, werden eher wirtschaftliche Anreize für Produktfälscher bieten und damit die Flut billiger und unkontrollierter Produkte noch vergrößern. Ein Problem, das schon heute innerhalb der EU erheblich ist“, erläutert der  der Geschäftsführer des expandierenden Norderstedter Unternehmens seine Bedenken über die anstehende  politische Entscheidung.

 Eine erhebliche Anzahl von kaufmännischen sowie gewerblichen Mitarbeitern wäre am Produktionsstandort in Norderstedt (mit insgesamt 240 Arbeitsplätzen) gefährdet, wenn die neuen Anforderungen an Verpackungen, die die Europäische Kommission in ihrem Entwurf für eine Novelle der Tabakproduktrichtlinie plant, umgesetzt werden müssen. Auch eine Reihe von mittelständischen Zulieferunternehmen wäre betroffen.

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(vlnr) Der Bundestagsabgeordnete Gero Storjohann, John-Moritz Persiehl, Tobacco Packaging General Manager Oliver Schüler (H.O.Persiehl) und Ruth Weidler (Vorsitzende der CDU Norderstedt).

Für den gesundheitsbewussten Nichtraucher Gero Storjohann ist dieses ein nachdenkenswerter Aspekt, der in die Diskussion um die politische Entscheidung für die Erarbeitung einer gemeinsamen deutschen Position aufgenommen werden wird.

 Insgesamt zeigte sich der  Bundestagabgeordnete beeindruckt von dem Unternehmen mit dem hochmodernen Maschinenpark, das in einem schwierigen Markt überwiegend  mit innovativen Verpackungen für Kosmetik, Süßwaren und Kaffee erfolgreich ist. H.O.Persiehl  hat in Norderstedt gerade auf einem zusätzlich erworbenen Nachbargrundstück mit dem Bau eines Hochregallagers für zehntausend Palettenstellplätze begonnen. Der Familienbetrieb hat in diesem Jahr eine weitere Produktionsstätte in Wanfried bei Eschwege übernommen.

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