Gero Storjohann und die Kassenärztliche Vereinigung zur Hausarztversorgungslage

(vlnr.) Dr. Ralph Ennenbach (stellvertretender Vorsitzender der KVSH), der Bundestagsabgeordnete Gero Storjohann, Dr. Monika Schliffke (Vorstandsvorsitzende der KVSH) und Biannca Hartz (Leiterin der Zulassung und Praxisberatung der KVSH)

Bad Segeberg. Aus Kaltenkirchen erreichten den Bundestagsabgeordneten Gero Storjohann (CDU) Briefe von besorgten Patienten, mit Beschwerden über die hausärztliche Versorgungslage in Kaltenkirchen. In einem Fall sollte wollte der  Hausarzt in Kürze wegen Renteneintritts seine Praxis zu schließen und konnte keinen Nachfolger finden. In anderen Hausarztpraxen soll es einen Aufnahmestopp geben. Diese Mitteilungen nahm der Bundespolitiker zum Anlass das Gespräch mit der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein (KVSH) in Bad Segeberg zu suchen. Diese ist für die Sicherstellung der ambulanten ärztlichen und psychotherapeutischen Versorgung im Bereich Neumünster, Bad Segeberg/Wahlstedt und der Metropolregion Südwest zuständig.

Bianca Hartz, die Leiterin der Zulassung und Praxisberatung der KVSH versicherte, den Briefschreibern individuell Hausarztpraxen in ihrem Umfeld benennen.

Gero Storjohann weist darauf hin, dass diese Praxis durch den Gesetzgeber auch in einem als theoretisch überversorgt geltenden Planungsbereich als Abweichung vor der Richtlinie ermöglicht wird. Im Austausch über die allgemeine Situation der Versorgung mit Hausärzten, besonders in Regionen mit Patientenzuwächsen durch neue Wohngebiete oder Seniorenwohnanlagen, erklärten die Experten, wird  individuell ein Sonderbedarf durch den Zulassungsausschuss nach Prüfung von Wartezeiten und Fallzahlen anerkannt und geklärt ob weitere Zulassungen in diesen Bereichen möglich sein könnten.

Die Kassenärztliche Vereinigung fördert die Ausbildung zu Hausärzten an den Universitäten, unterstützt die Anstellung von jungen Ärzten in bestehenden Praxen und gibt Anreize zur Eröffnung von Zweitpraxen mit angestellten Ärzten um zukünftig eine bessere ärztliche Versorgung auch in ländlichen Regionen zu gewährleisten.

Die Gesundheitsexperten sehen es als positiv an, dass aktuell eine Reform der Bedarfsplanung auf Bundesebene beraten wird.

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