In Deutschland ist alles viel ordentlicher – Inga Höglund aus Estland macht Bundestagspraktikum bei Gero Storjohann

IPS-Stipendiatin Inga Höglund und Gero Storjohann MdB

Berlin. – Seit dem 15. März 2010 unterstützt Inga Höglund aus Tartu/Estland den CDU-Bundestagsabgeordneten Gero Storjohann und seine Mitarbeiter bei der Arbeit im Deutschen Bundestag. Inga Höglund ist Stipendiatin des Internationalen Parlaments-Stipendiums (IPS) des Deutschen Bundestags.

Nach dem Journalismusstudium an der Tartuer Universität arbeitete Inga Höglund als Reporterin und Redakteurin bei der größten Tageszeitung Estlands. Durch ihre Arbeit im Deutschen Bundestag möchte sie Erfahrungen sammeln, die ihr in ihrer Heimat helfen, neue zivilgesellschaftliche Initiativen zu entwickeln und aktiver am demokratischen Prozess beteiligt zu sein.

„Estland ist eine junge Demokratie. Es ist zwar Mitglied der EU und der NATO, hat aber sicherlich noch viel zu lernen. Mein Ziel ist, zur Entwicklung Estlands beizutragen, damit meine ich vor allem soziales Engagement,“ sagt Höglund. „Derzeit läuft meine neunte Stipendiumswoche und ich habe sehr viel über die Parlamentsarbeit in Deutschland gelernt.“

Höglund findet, dass ihre ersten Monate im Bundestag sehr außergewöhnlich und eine intensive Erfahrung waren: „In diesen verblüffenden Wochen hatte ich schon die Möglichkeit, die Haushaltswoche, normale Sitzungswochen und auch die Arbeit im Wahlkreisbüro mitzuerleben. Außerdem habe ich Sitzungen des Petitionsausschusses und des Ausschusses für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung besucht. Was mir aber besonders auffiel, war die unglaubliche Ordnung in den Büros. Das gefällt mir sehr.“ Ende März besuchte die Praktikantin aus Estland auch die CDU-Kreisgeschäftsstelle in Bad Segeberg. In dieser Zeit fanden spannende Veranstaltungen statt. Storjohann wurde auf dem CDU-Kreisparteitag in Segeberg mit 91 Prozent zum Kreisvorsitzender wiedergewählt. Danach folgte die Sitzung des erweiterten CDU-Landesausschusses Schleswig-Holstein.

Der Deutsche Bundestag gibt jedes Jahr in Zusammenarbeit mit drei Berliner Universitäten etwa 120 qualifizierten, politisch interessierten jungen Menschen aus 28 Ländern die Gelegenheit, politische Entscheidungsprozesse hautnah kennen zu lernen und praktische Erfahrungen im Bereich der parlamentarischen Arbeit zu sammeln.

Ziel des Programmes ist es, die Beziehungen Deutschlands mit den teilnehmenden Ländern zu fördern und demokratische Werte zu festigen. Das Programm findet schon seit 20 Jahren jährlich im Zeitraum vom 1. März bis 31. Juli statt.

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