Mehr Sicherheit und bessere Infrastruktur im Radverkehr

© Cousin_Avi-Fotolia.com

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Berlin. – Heute hat der Ausschuss für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung in einer öffentlichen Anhörung über den Nationalen Radverkehrsplan 2020 beraten. Dazu erklärt der zuständige Berichterstatter der CDU/CSU- Bundestagsfraktion, Gero Storjohann MdB:

„Ich begrüße den Nationalen Radverkehrsplan 2020. Er benennt konkrete Maßnahmen des Bundes und schlägt wichtige Maßnahmen für Länder und Kommunen vor, um den Radverkehr zu stärken. Dazu gehören der Bau von Radwegen an Bundesstraßen, Kommunikationsmaßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit sowie ein Modellvorhaben zum Abstellen von Fahrrädern an Bahnhöfen.

Radfahren ist gesund, umweltfreundlich und schafft Lebensqualität. Räder verursachen keinen Lärm und nehmen weniger Platz in Anspruch als Autos. Immer mehr Menschen greifen zum Rad, weil es preiswert ist und sich gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln kombinieren lässt. Diese Entwicklung wollen wir unterstützen. Wenn es gelingt, das Fahrrad besser mit anderen Verkehrsmitteln zu verknüpfen, können wir das Ziel erreichen, den Anteil des Radverkehrs am Gesamtverkehrsaufkommen in den nächsten Jahren auf 15 Prozent zu erhöhen. Die CDU begrüßt daher alle Maßnahmen des Bundes, dieses Potenzial weiter auszuschöpfen und den Radverkehr attraktiver zu machen.

Jeder, der schon einmal auf einem Fahrrad gesessen hat, weiß, wie gefährdet und ungeschützt Radfahrer sind. Wir begrüßen daher besonders alle Maßnahmen, die die Sicherheit im Straßenverkehr erhöhen und zu rücksichtsvollerem und regelbewussterem Fahren führen. Vielerorts muss die Infrastruktur weiter ausgebaut werden, damit das Fahren für alle Verkehrsteilnehmer sicherer wird und Radfahrer nicht auf Strecken ausweichen müssen, wo sie besonders gefährdet sind oder andere gefährden. Besonders die Nutzung von Elektrofahrrädern wird in den kommenden Jahren zunehmen. Hier ist es besonders wichtig, dass auch schnelle Radfahrer für andere Verkehrsteilnehmer rechtzeitig und gut erkennbar sind, zum Beispiel beim Abbiegen. Wir begrüßen in diesem Zusammenhangauch den Runden Tisch der Bundesregierung zu Fahrassistenzsystemen, an dem Hersteller, Verbände und Wissenschaftler teilnehmen.“

Hintergrund:

Der Nationale Radverkehrsplan (NRVP) 2020 ist am 1. Januar 2013 in Kraft getreten. Er beinhaltet Ziele, Aufgaben und konkrete Maßnahmen des Bundes sowie Maßnahmenvorschläge für Länder und Kommunen zur Förderung des Radverkehrs.

Grundlage für den NRVP 2020 war ein intensiver Beteiligungsprozess: Eingeflossen sind 46 Empfehlungen einer von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer benannten Expertenkommission sowie die Anregungen von Akteuren aus Ländern, Kommunen, Verbänden und Wissenschaft.

In den vergangenen zehn Jahren hat der Bund rund 877 Millionen Euro in den Bau und Erhalt von Radwegen an Bundesstraßen investiert. Im Jahr 2013 stehen dafür 71 Millionen Euro zur Verfügung. Die konsequente Förderung des Baus von Radwegen an Bundesstraßen hat dazu beigetragen, dass mittlerweile 50 Prozent der Bundesstraßen mit Radwegen ausgestattet sind.

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