Ortstermin des Petitionsausschusses in Ratzeburg: Entlastung der Stadt kommt

Hinten li.: Rainer Voß (Bürgermeister von Ratzeburg). Vorne (v. li. n. re.): Dr. Christel Happach-Kasan MdB (FDP), Saskia Leuenberger (Referatsleiterin des Petitionsausschusses), Gero Storjohann MdB (CDU), Karl-Horst Salzsäuler (Bürgermeister von Ziethen). Vorne re.: Eckhard Rollinger (Bürgermeister von Schmilau). Foto: DBT/Simone M. Neumann.

Berlin. – Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages besichtigte am Donnerstag, den 17. November, unter Leitung des stellvertretenden Vorsitzenden Gero Storjohann MdB die Stadt Ratzeburg, um über eine mögliche Ortsumgehung der Inselstadt zu beraten.

Auf Initiative des Ratzeburger Petenten Joachim Maass, der mit seiner Eingabe an den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages die Realisierung einer Ortsumgehung am südlichen Ende der Stadt Ratzeburg die Ost-West-Route der Bundesstraße 208 fordert, ließ sich der Petitionsausschuss die Pläne für eine Verlegung der B208 vor Ort erläutern.

Bereits 2001 war der Petitionsausschuss zur selben Eingabe in der Stadt gewesen und hatte für eine Umgehung votiert. In den folgenden Jahren stellte sich jedoch heraus, dass die nahe der Stadt geplante Trasse auf erheblichen Widerstand in der Region stieß und ökologisch bedenklich war.

„Nachdem Herr Maass sich im Jahr 2010 wieder an den Petitionsausschuss gewandt und uns informiert hat, dass die Straße immer noch nicht fertig ist, haben wir beschlossen noch einmal herzukommen“, sagte der stellvertretende Ausschussvorsitzende Gero Storjohann MdB. Mit ihm nahmen auch die Bundestagsabgeordneten Dr. Christel Happach-Kasan MdB (FDP), Norbert Brackmann MdB (CDU/CSU) und Dr. Konstantin von Notz MdB (Bündnis 90/Die Grünen)  am Ortstermin  teil.

Auch die Bürgermeister der Region sowie Kurt Richter vom Ministerium für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr des Landes Schleswig-Holstein und Herr Klein des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung begleiteten den Petitionsausschuss bei der Ortsbegehung. Vorgestellt wurde ein Kompromiss, der 2007 ausgehandelt worden war und von allen Kommunen vor Ort mitgetragen wird.

Am Ende zeigten sich alle Teilnehmer über die gewonnen Erkenntnisse des Tages hoch zufrieden. „Die Planung geht weiter und ich bin optimistisch, dass der Baubeginn der Ortsumfahrung ab 2016 starten kann“, sagte der stellvertretende Ausschussvorsitzende Gero Storjohann MdB (CDU/CSU). „Das Ziel heißt jetzt Entlastung der Ratzeburger Region.“

Bei optimalen Ablauf der Planungen, Finanzierung und Baudurchführung ist mit einer Fertigstellung der Umgehungsstraße im Jahr 2019 zu rechnen.

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