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Die Bedrohung durch die Taliban beschäftigt auch den Segeberger Bundestagsabgeordneten Gero Storjohann (CDU)

Auch im Kreis Segeberg und in Stormarn leben Menschen, die um ihre engsten Angehörigen in Afghanistan fürchten. Im Zuge der Evakuierungsaktion der Bundeswehr in Kabul haben sich verschiedene Bürger mit der Bitte um Hilfe an den Bundestagsabgeordneten Gero Storjohann (CDU) gewandt.

„Ich habe in den letzten Wochen erschütternde Geschichten gehört,“ erzählt Gero Storjohann. „Wenn die ganze Familie von den Taliban gesucht wird oder Ehefrau und Kinder in Kabul festsitzen und die Familie Drohbriefe der Taliban bekommt, ist dies eine für uns kaum vorstellbare Situation. Ich verstehe, dass die Menschen vor Angst nicht mehr schlafen können. Ich habe alle meine Kontakte genutzt und gemeinsam mit meinem Büro in Berlin versucht, zu helfen, so gut es ging.“

Namen, Daten und Informationen zu den Personen in akuter Gefahr wurden zusammengetragen, sortiert und an das Auswärtige Amt übermittelt. Hier wiederum werden Listen mit Personen erstellt, denen die Einreise nach Deutschland gewährt wird. Das Auswärtige Amt hat betont, dass das Engagement Deutschlands, ehemalige Ortskräfte und andere besonders schutzbedürftige Personen nach Deutschland zu holen, mit dem Ende der Evakuierungsflüge nicht endet.

„Leider konnte wohl niemand von den Personen, die wir betreuen, noch in einem der Evakuierungsflüge entkommen. Dafür war es einfach zu spät. Ich werde mich aber weiterhin dafür einsetzen, dass diese Menschen ein Visum erhalten und freue mich darauf, sie hoffentlich irgendwann in Schleswig-Holstein begrüßen zu können“, sagt Gero Storjohann.

Auch mit dem Innenministerium von Schleswig-Holstein hat sein Bundestagsbüro Kontakt aufgenommen, um die Aktivitäten für einige Antragsteller zu verzahnen. Das Ministerium für Inneres, ländliches Räume, Integration und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein hatte ein eigenes Landesaufnahmeprogramm für Menschen aus Afghanistan gestartet. Hiermit sollen vor allem Ehefrauen und Kinder, die noch in Afghanistan leben, nach Schleswig-Holstein nachgeholt werden.

Durch den unerwartet schnellen Vormarsch der Taliban hat sich die Gefahr für viele Menschen extrem erhöht. Dies gilt besonders für diejenigen, die selbst oder deren Familienangehörige für die afghanische Regierung, NGOs oder die NATO-Truppen gearbeitet haben. Daneben gibt es auch Personen, die aus persönlichen Gründen mit den Taliban in Konflikt geraten sind und durch die neue Situation nun fürchten müssen, gefunden und ermordet zu werden.