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Feste Fehmarnbelt-Querung: Chancen für Schleswig-Holstein nutzen

Zur heutigen Unterzeichnung des Staatsvertrages zwischen dem Königreich Dänemark und der Bundesrepublik Deutschland zum Bau einer festen Fehmarnbelt-Querung erklären die beiden Vorsitzenden der Landesgruppe Schleswig-Holstein der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dr. Ole Schröder MdB und Gero Storjohann MdB:

Die Unterzeichnung des Staatsvertrages zwischen Dänemark und Deutschland zum Bau einer festen Fehmarnbeltquerung stellt einen Meilenstein in der europäischen Verkehrspolitik dar und ist ein historischer Tag für Schleswig-Holstein.Das größte europäische Verkehrsinfrastrukturprojekt der letzten Jahrzehnte lässt nicht nur Skandinavien und die Bundesrepublik Deutschland als wichtige Handelspartner zusammenwachsen, sondern führt zu neuem Wachstum und mehr Beschäftigung in ganz Nordeuropa. Die feste Beltquerung schließt die bisher fehlende Verbindung zwischen Mittel- und Nordeuropa und schiebt als neue Wachstumsachse die Gewichte in Europa ein Stück nordwärts. Schleswig-Holstein wird davon wie kein anderes Bundesland profitieren!Allerdings muss sichergestellt werden, dass durch eine leistungsfähige Hinterlandanbindung an Straßen und Schiene die Potentiale für Schleswig-Holstein auch voll ausgeschöpft werden können. Dabei darf der Bau der Fehmarnbelt-Querung nicht in Konkurrenz zu anderen, für Schleswig-Holstein ebenso wichtigen Verkehrsprojekten wie etwa der Bau der A 20 und A 21 oder den Ausbau der A 23 bzw. B 5 stehen. Es geht vielmehr um die Steigerung der Leistungsfähigkeit der Verkehrsinfrastruktur im Rahmen eines vernünftigen Gesamtkonzeptes. Mindest ebenso wichtig ist die Schienenanbindung. Wie bei den Straßen muss auch die Schienenanbindung in ein Gesamtkonzept eingebunden und mit den notwendigen Investitionen in die Schieneninfrastruktur Schleswig-Holsteins kombiniert werden. Hierbei kann auch die Landesregierung unterstützend tätig sein!Dass es überhaupt zu einer Umsetzung des Jahrhundertprojektes kommt, ist maßgeblich dem andauernden Einsatz der Schleswig-Holsteinischen Landesregierung sowie der CDU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag zu verdanken.Besonders das vereinbarte Finanzierungskonzept hatte zu einer Einigung beigetragen, da es sowohl für die deutsche als auch für die dänische Seite eine vertretbare Lösung darstellt. Mit ca. 4,8 von insgesamt 5,6 Milliarden Euro erwarteter Baukosten wird Dänemark den Hauptteil der Finanzierung und somit den Bau der Brücke selbst sicherstellen und erhält im Gegenzug die Mauteinnahmen. Deutschland wiederum trägt den Ausbau der Infrastruktur auf der Insel Fehmarn und weiter südlich Richtung Hamburg.