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Licht bringt mehr Sicherheit! Tagfahrlicht-Aktion „Licht an! Light on!“ jetzt auch auf der B 205 zwischen Bad Segeberg und Neumünster

Licht an! Light on - die Plakate mit der Eule fordern die Kraftfahrer nun auch auf der B 205 zwischen Bad Segeberg und Neumünster zum freiwilligen Einschalten des Tagfahrlichtes auf

Auf Initiative des CDU-Bundestagsabgeordneten Gero Storjohann, Mitglied im Ausschuß für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen des Deutschen Bundestages, wurde am Mittwoch vor Ostern die Verkehrssicherheitsaktion „Licht an! Light on!“ auf der B 205 zwischen Bad Segeberg und Neumünster gestartet.

Dazu schreibt die Segeberger Zeitung in ihrer Ausgabe vom 24. März 2005:Licht bringt mehr Sicherheit!Bad Segeberg . – „Licht erzwingt Aufmerksamkeit – Aufmerksamkeit verhütet Unfälle.“ Mit diesem Bescheid begründete Landrat Georg Gorrissen die Unterstützung des Kreises Segeberg für die Aktion „Licht an!“. Längs der Bundestraße B 404 in Stormarn mahnen seit mehr als einem Jahr Plakate die Kraftfahrzeugführer, ihr Licht einzuschalten – mit großem Erfolg. Eine neue Modellstrecke ist nun im Kreis Segeberg auf der B 205 zwischen Rickling und Neumünster entstanden. 12 Schilder mit der markanten Eule wurden aufgestellt.„Unfälle lassen sich nur drastisch mit Tagfahrlicht verhüten“, ist sich der CDU-Bundestagsabgeordnete Gero Storjohann (Seth) sicher. Er hat die Aktion angestoßen, die gestern vorgestellt wurde. „Fahrzeuge, die mit Tageslicht fahren, werden früher wahrgenommen“, sagte er. Bei vielen seinen politischen Mitstreiter stoße die Einführung einer Taglicht-Pflicht auf Ablehnung, obwohl die Vorteile auf der Hand lägen. Daher wolle er versuchen, Akzeptanz in der Bevölkerung zu erreichen.Mitinitiator Bodo Jesse von der Verwaltungsberufs-genossenschaft (VBG) hob die erheblichen Kosten hervor, die Unfälle auf deutschen Straßen erzeugen. Jesse bezifferte den volkswirtschaftlichen Schaden auf 34 Milliarden Euro jährlich. Um die Ausgaben zu senken und Sicherheit zu erhöhen, finanziere die VBG den Modellversuch an der B 205. Günter Timm, Vorsteher des Amtes Rickling, sowie Hans-Peter Küchenmeister, Vorsitzender des Motorsportclubs Bornhöved im ADAC, begrüßten die Initiative. „Auf dieser Strecke haben nur ganz wenige Fahrzeuge Licht an. Es kommt sehr häufig zu schweren Unfällen, weil die Fahrer bei Überholmanövern den Gegenverkehr zu spät sehen“, weiß Timm aus Erfahrung. Renate Knees, Vorsitzende des Landfrauen-Kreisverbandes, hält die Aktion ebenfalls für sehr sinnvoll. „Man müsste auch an Fahrschulen herantreten, damit junge Leute für das Thema sensibilisiert werden“, ergänzte sie.Gorrissen erklärte, dass der Erfolg an der B 404 Signalwirkung haben müsse. „Seit Beginn der Verkehrssicherheitsaktion konnten die schweren Unfälle um über 96 Prozent vermindert werden“, ließ der Landrat Zahlen sprechen.In den Lübecker Nachrichten vom 24. März 2005 lesen wir dazu:B205 wird zur Modellstrecke für die TaglichtfahrtBad Segeberg – Auf der B 205 bei Rickling bewachen jetzt die Eulen den Straßenverkehr. Zwölf Plakate erinnern den Kfz-Fahrer im Kreis Segeberg daran, dass man auch am Tag mit Licht besser und sicherer fährt.Jetzt blicken den Autofahrer auch im Kreis Segeberg die Eulenaugen von zwölf Plakatwänden an der Bundesstraße 205 bei Rickling an und erinnern den Autofahrer daran auch am Tag mit Licht zu fahren. Bodo Jesse, Leiter des Referats Werbung bei Deutschlands größter Unfallversicherung VBG, und Gero Storjohann, Verkehrsexperte der CDU im Bundestag, präsentierten gestern die neue Modellstrecke für den Kreis Segeberg. Jesse war schon vor dem Pressegespräch Feuer und Flamme für die mit VBG-Mitteln (12 000 Euro) gesponsorte Plakatkampagne mit dem eingängigen Slogan „Licht an! Light on! – Tagfahrlicht – Früher sehen und gesehen werden“. Der kleinen „Koalition“ der Unterstützer, bestehend aus Landrat Georg Gorrissen, Gero Storjohann (CDU-Mitglied im Deutschen Bundestag), Helga Hauschildt (Kreistagsabgeordnete), Günter Timm (Amt Rickling), Renate Knees, Jutta Neuber (Landfrauen) und Hans-Peter Küchenmeister (ADAC-Bornhöved) übergab Jesse gestern Eulenfiguren und witzelte, passend zum Jahr der Eule: „Der Bundesadler wird eingetauscht gegen die Eule, damit da Weisheit und Klugheit ‚reinkommt“, so seine Hoffnung. Doch Storjohann nahm Jesse den den Wind aus den Segeln. Denn für eine bundesweite Einführung des umstrittenen Tagfahrlichtes sieht der CDU-Mann noch schwarz. „Was wir für die bundesweite Durchsetzung brauchen sind die Köpfe in den Führungsetagen“, erklärte er und verwies auf die Bedenkenträger in der Bund-Länder-Gruppe. „Auf Bundesebene sehe ich den Beschluss noch nicht“, stellte er fest und verwies auf den erfolgreichen Stormarner Modellversuch, der die Anzahl schwerer Unfälle seit Beginn der Verkehrssicherheitsaktion um über 96 Prozent reduziert habe. „Die Ergebnisse der BASt Studie zeigen ganz deutlich, wie wichtig es ist, die Kfz-Fahrer zum Einschalten des Taglichtes aufzufordern. Unfälle lassen sich nur drastisch mit Tagfahrlicht verhüten“, so Storjohann. Jesse schlug gestern in die selbe Kerbe und verwies auf das erhöhte Unfallrisiko auf den Landstraßen. Allein 2003 sind nach VBG-Angaben 4169 Menschen tödlich verunglückt, 37 912 Menschen wurden schwer verletzt. Daraus ergäben sich jährlich volkswirtschaftliche Gesamtunfallkosten in Höhe von über 30 Milliarden Euro. Deshalb müsse man manchmal eben auch den Mut haben zu investieren und etwas auszuprobieren, um langfristig zu sparen, so Landrat Gorrissen. Hans-Peter Küchenmeister, Vorsitzender des Motorsportclubs Bornhöved, begegnete möglichen Zweifeln. Erhöhter Verbrauch sei ein „Non-Argument“. Geschätzte Mehrausgaben lägen im Jahr lediglich bei rund 20 Euro. Umdenken solle vor allem die Industrie. Sie müsse die Fahrzeuge jetzt mit Niedrigwattlampen ausstatten. Neben technischen Innovationen im Bereich der Automobilhersteller bauen die Tageslicht-Akteure im Kreis Segeberg auch auf die Kraft der Landfrauen. Nicht klicken und starten wie damals beim Angurten, sondern „Klicken, starten und Licht an“ sei jetzt die Devise, so Renate Knees. Die Landfrauen wollen die Aktion jetzt mit dem Verteilen von Infomaterial unterstützen.