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Gero Storjohann trifft Erzbischof von Oppeln

CDU-Studienreise nach Oberschlesien – Zum Abschluss des Deutsch-Polnischen-Jahres fuhr eine 33-köpfige CDU-Gruppe nach Polen in die ehemalige Provinz Schlesien.Höhepunkt der 11-tägigen Reise unter Leitung von Gero Storjohann MdB und des Reisebeauftragten Dr. Knut Witt waren der Empfang beim Erzbischof von Oppeln, Alfons Nossol, und ein Treffen mit den Vertretern der Deutschen Minderheit in der Wojewotschaft Oppeln am Annaberg.

Alfons Nossol definierte bereits unter der kommunistischen Herrschaft die Polen und die Deutschen dieser Region als Schlesier. Er wurde der große Integrator deutsch-polnischer Verständigung, deutlich gemacht durch eine gemeinsame Messe in deutscher und polnischer Sprache 1989 mit Bundeskanzler Kohl und dem polnischen Ministerpräsidenten in Kreisau. Die Verleihung des Deutsch-Polnischen Preises 2005 durch den deutschen Außenminister Frank-Walter Steinmeier vor wenigen Wochen unterstreicht sein besonderes Wirken für das deutsch-polnische Verhältnis.Gesprächsstoff gab es genug in dem zweistündigen Gespräch mit dem Erzbischof, der ein positives Bild für die Zukunft der Deutschen Minderheit in Oberschlesien entwarf. Einen Beitrag dazu leistet schon heute die von ihm gegründete Universität Oppeln 1984. Bevor Nossol zum Bischof berufen wurde, war er ordentlicher Professor in Lublin und Mainz.Das Treffen mit dem Abgeordneten der Deutschen Minderheit im Sejm, Heinrich Kroll, Abgeordneten der „Wojewotschaft“ und Vertretern des öffentlichen Lebens der Deutschen Minderheit machte der Studiengruppe deutlich, dass die engagierte, umfangreiche kulturelle Arbeit ohne ein Wiederaufleben der Unterstützung , welche die deutsche Minderheit während der Kohl-Regierung erfuhr, äußerst problematisch erscheint.Die Deutsche Minderheit umfasst ca. 500.000 Menschen. Bis zur friedlichen Revolution im Jahr 1989 war es Mitgliedern der Deutschen Minderheit bei Strafe verboten, die deutsche Sprache zu sprechen. Deshalb ist es verständlicherweise nicht ungewöhnlich, dass Bürger mit doppelter Staatsangehörigkeit die deutsche Sprache gar nicht oder nur eingeschränkt beherrschen.Die Anreise erfolgte mit der Bahn über Berlin nach Liegnitz. Die Busrundtour berührte die Städte Breslau , Hirschberg, Oberglogau, Neisse und Oppeln. Auch das Riesengebirge mit der Schneekoppe und ein Abstecher nach Tschechien gehörten zum Reiseprogramm.Weitere Informationen bei:Dr. Knut WittGrenzstraße 5a, 19205 DutzowTelefon: 038876-319900Fax: 038876-319901E-Mail: drwittdutzow@aol.com